Mittwoch, 27. März 2019
18:00 Uhr

Live Webinar: Autologes Knochenersatzmaterial – erzeugt aus den extrahierten Zähnen

Referent(en): Dr. Armin Nedjat

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Autologes Knochenersatzmaterial – erzeugt aus den extrahierten Zähnen

Dr. Armin Nedjat

Der Gold-Standard für Knochenersatzmaterial (KEM) ist autologes KEM, gewonnen aus dem extrahierten Zahn des Patienten und aufbereitet mit dem Smart Grinder.

Bei einer Zahnentfernung sollte unmittelbar nach der Extraktion das leere Zahnfach mit einem Knochenersatzmaterial aufgefüllt werden, da sich andernfalls der Kieferknochen selbst oder das umliegende Weichgewebe zurückbilden können. Die Folgen sind unschöne, sichtbare Vertiefungen im Zahnfleisch. Soll zu einem späteren Zeitpunkt der fehlende Zahn durch ein Implantat ersetzt werden, kann das vorhandene Knochenvolumen für eine Implantation zu gering sein, was einen aufwendigen Knochenaufbau erforderlich machen kann.

In der Vergangenheit wurde für das Auffüllen der Alveole – das leere Zahnfach – entweder Knochenersatzmaterial verwendet, das aus Rinder- oder Pferdeknochen gewonnen wurde, oder synthetischen Knochenersatzmaterial (TCP). Vielen Patienten ist der Gedanke, Material von anderen Lebewesen oder synthetisches Material ihn ihrem Kiefer zu haben, unangenehm.

Aber ab sofort gibt es eine Alternative:

Prof. Itzhak Binderman, Inhaber des Lehrstuhls für Orale Biologie an der Universität Tel Aviv und internationaler Spezialist für Gewebe, hat schon früh Versuche unternommen, extrahierte Zähne als patienteneigenes (autologes) Knochenersatzmaterial zu verwenden. Im Gegensatz zu nicht ortsständigem Knochenersatzmaterial oder gar Material von Rindern (xenogen) wird das aus den Zähnen gewonnene Augmentat – richtige Aufbereitung natürlich vorausgesetzt – nicht resorbiert, sondern innerhalb von wenigen Monaten zu Knochen umgewandelt. Grund dafür ist, dass die Zahnhartsubstanzen in ihrer Struktur dem Knochen sehr ähnlich sind: 70 % sind mineralische Substanzen, 20 % organische Bestandteile – größtenteils Kollagen – die restlichen 10 % sind vor allem Wasser.
Die Gruppe um Prof. Itzhak Binderman hat dieses Verfahren standardisiert und die dazu erforderlichen Geräte entwickelt. Die gesäuberten, von Karies, Füllungen – auch Wurzelkanalfüllungen und möglichen Toxinen – gereinigten Zähnen werden zunächst mit dem patentierten ‚Champions Smart Grinder’ zermahlen, anschließend gereinigt und sind so zum Augmentat aufbereitet. Verwendbar sind Körnungen mit einer Größe von 0,3 mm bis 1,2 mm. Der Smart Grinder übernimmt das Mahlen und Sortieren des partikulierten Zahns quasi vollautomatisch. Der gesamte Vorgang nimmt weniger als 20 Minuten Zeit in Anspruch und kann in jeder zahnärztlichen Praxis durchgeführt werden. Die Struktur des Augmentats ist grobkörnig-pastös und lässt sich leicht einbringen. Bei Zahnentfernungen werden mit dem Knochenersatzmaterial die leeren Zahnfächer aufgefüllt, aber auch bei Implantationen empfiehlt sich dieses Augmentat vor allem zum Auffüllen und es ist genauso für Knochenaufbauten verwendbar.
Wissenschaftliche Publikationen und Studien belegen den Erfolg dieses Verfahrens, das vielen anderen Knochenersatzmaterialien – nicht nur preislich – überlegen ist. Da ausschließlich patienteneigene  Zähne für das Smart Grinder-Verfahren verwendet werden sollen, empfiehlt Prof. Binderman allen Patienten, sich zukünftig jeden extrahierten Zahn mitgeben zu lassen, falls zu einem späteren Zeitpunkt eine Knochenaugmentationen notwendig werden sollten.


Veröffentlichungsdatum: 27/03/2019
Verfügbar bis: 27/03/2022

“Autologes Knochenersatzmaterial – erzeugt aus den extrahierten Zähnen” wird gesponsert von der Tribune Group GmbH. Die Tribune Group GmbH ist ein anerkannter Anbieter von ADA CERP- und AGD PACE-Punkten..

Referent(en)

Dr. Armin Nedjat

Dr. Armin Nedjat is the Chief Clinical Officer and one of the founders of Champions Innovations LLC. He is also the General Manager and founder of Champions Implants GmbH in Germany. Dr. Nedjat had his own private clinic from 1994–2010 in Flonheim/ Frankfurt am Main. He is a specialist in Implantology(DGZI) since 1999 and a ICOI Diplomate since 2000.
Dr. Nedjat inserted more than 20.000 implantats including prosthodontic work till now and did numerous national & international study trips (e.g. Harvard University Boston, Jumeira Dental Clinic Dubai, Paris France). From 1994 – 2006 he developed ‚Champions-Implants‘ and since 2006 he is the CEO of Champions® Implants GmbH, Germany. He also is a member of BDIZ, EDI, DGI, DGL, DGP, DGOI, DGCZ, DGÄZ, DGKM, DGZMK, DGZI, ICOI and since 2010 he is the President of ‚VIP’ Dentists in Germany (Society of innovative- practicing- dentists)

  • 1987-1993 Studium und Examen an der Goethe Universität in Frankfurt/Main
  • 1994-1995 Assistenzarzt
  • Seit 1996 Niederlassung in Gemeinschaftspraxis in Flonheim (bei Mainz)
  • 1999 Erfolgreiche Prüfung der DGZI
  • 2000 Ernennung und Zertifizierung zum „Diplomate“ des ICOI
  • 1994-2002 Promotion an der Gutenberg Universität in Mainz
  • Seit 2004 Referent von Praxiskursen
  • Seit 2007 Geschäftsführer von „Champions-Implants“

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