Peri-implantäre Erkrankungen – rollt ein Tsunami auf uns zu?

Professor Nicole B. Arweiler

Mit etwa 1 Mio. in Deutschland gesetzter Implantate pro Jahr steigt auch das Risiko peri-implantärer Entzündungen. Es werden konventionelle und innovative Methoden der “Peri-Implantitis-Prophylaxe” vorgestellt und diskutiert.

Periimplantäre Erkrankungen – rollt ein Tsunami auf uns zu?

Mit etwa 1 Million in Deutschland gesetzter Implantate pro Jahr und steigender Tendenz, steigt auch das Risiko peri-implantärer Entzündungen, welche den langfristigen Erhalt gefährden. Die Anwesenheit von dentalen und peri-implantären Biofilmen stellt den wichtigsten ätiologischen Faktor für die Entstehung der periimplantären Entzündungen – Mukositis und Periimplantitis – dar.

Sowohl zur Prävention als auch zur Therapie bedarf es somit einer gründlichen mechanischen Entfernung und Verhinderung der Neuanlagerung – dem sogenannten Biofilm-Management.

Da es bei Vorliegen einer Peri-implantitis noch keine klaren Therapieempfehlungen gibt, nehmen die Früherkennung erster Anzeichen sowie das frühzeitige Eingreifen einen hohen Stellenwert ein.

Zur Reinigung der Zahn- und Wurzeloberflächen muss eine hohe Reinigungs-Effizienz, aber auch die Schonung der Implantat-Oberfläche und umgebender Gewebe berücksichtigt werden.

Daneben können in verschiedenen Phasen auch Hilfsmittel wie antibakterielle Wirkstoffe, Antibiotika oder auch neue Verfahren wie photodynamische Therapie angewandt werden. Im Vortrag werden Handinstrumente, Ultraschall- oder andere maschinengetriebene Instrumente, Pulver-Wasserstrahl Geräte sowie antiinfektive Verfahren vorgestellt und beurteilt.


Veröffentlichungsdatum: 17/11/2017
Verfügbar bis: 17/11/2020

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Referent

Professor Nicole B. Arweiler

  • Seit Februar 2010 – Direktorin der Abteilung für Parodontologie der Philipps-Universität Marburg, Universitätsprofessorin für Parodontologie
  • 2009 – Ruf auf die Professur (W3) für Parodontologie der Philipps-Universität Marburg
  • 2007- Prüfungsvorsitzende für Vorphysikum und Physikum
  • 2006 – Ernennung zur Apl-Professorin
  • 2003 – Habilitation und Venia legendi für das Fach Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  • 2003 – Ernennung zur Juniorprofessorin
  • 2002- Ernennung zur Oberärztin in der Abteilung
  • seit 2001- wissenschaftliche Assistentin in der Abteilung für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Deutschland (ärztlicher Direktor Prof. Dr. E. Hellwig)
  • 1999 – Promotion zum Dr. med. dent.
  • 1997 – 2000- wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung für Parodontologie und Zahnerhaltung der Universität des Saarlandes, Deutschland (ärztlicher Direktor Prof. Dr. E. Reich)
  • 1996- Approbation als Zahnärztin
  • 1990 – 1996 – Studium der Zahnheilkunde an der Universität des Saarlandes, Deutschland

Forschungsschwerpunkte

  • Mitentwicklung und Untersuchung eine Bakterientests zur Detektion der fünf Leitkeime der Parodontitis chair-side
  • Erforschung der dreidimensionalen Struktur oraler, dentaler Biofilme (DFG-Projekte)
  • Untersuchung der Wirkung von Probiotischen Bakterien auf den oralen Biofilm
  • klinische und antibakterielle Wirkung von Mundhygieneprodukten, insbesondere Chlorhexidin
  • Erforschung der Hypersensibilität von Zähnen, Untersuchungen von neuen „neo-mineralisierenden Zahnpasten (Nanopartikel)
  • regenerative Verfahren in der Parodontologie

Durchführung zahlreicher klinischer Studien (ca. 20) zur Untersuchung von Mundhygieneprodukten (Zahnpasten, Mundspüllösungen) sowie eines Bakterientests an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

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